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1

18.01.2019, 12:26

Der Bonner General-Anzeiger hat die HVM-Nachwuchsprobleme gelöst

Kommentar aus dem Bonner General-Anzeiger vom 18.1.
Gab es da vor zwei Jahren nicht auch schon so eine Diskussion, wg. eines Artikels in der Zeit oder Frankfurter?
Offensichtlich kennt dieser Herr auf der Heide die Vielfalt der Bemühungen der wirklich aktiven Vereine nicht...
»Unwissender« hat folgende Datei angehängt:

McBrave

Verbandsliga-Spieler

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2

21.01.2019, 10:56

was für ein unreflektierter und schlecht recherchierter Bericht.

Polemik at its best. Schade das sowas veröffentlicht wird.
Handball ist unser LEBEN, glaubt daran und arbeitet daran das unsere Kinder sich auch an diesem wunderbaren Sport erfreuen können!

Elm

Zweitliga-Spieler

Beiträge: 592

Wohnort: Sankt Augustin

Verein: TuS Niederpleis

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3

21.01.2019, 14:53

Der Kernsatz von Andreas Michelmann ist doch richtig: viele Migranten kommen aus Ländern ohne Handballtradition. In Afrika ist die doch nur ganz vereinzelnt, und wenn dann im nördlichen Teil anzutreffen, bspw. in Tunesien. Ebenso vereinzelt im arabischen Raum, eigentlich nur durch die Saudis und die Kataris. In vielen Ländern der Welt ist Handball eine absolute Randsportart. Mich hat selbst in Australien mal in einem Sportgeschäft eine Verkäuferin angesprochen, ob ich Basketballklamotten suchen würde. Der musste ich erstmal erklären, was Handball überhaupt ist.

Die meistens Hakans und Kwanes gehen dann halt doch zum Fußball. Was will man daran ändern? Es braucht schon ein gewisse Vorprägung, bspw. durch Familie, Freunde oder Wohnort, zum Handball zu kommen. Die Türkei wird nie eine Handballnation werden und genauso wenig werden Kinder entsprechend in dieser Tradition aufwachsen oder diese von Haus aus vermittelt bekommen. Die kommen nur durch Zufall zu dem Sport, durch Werbung in der Schule und weil die Kumpels da spielen.

Und überhaupt: was möchte uns der Kommentar sagen? Das wir mehr Intergration im Handball brauchen? Brauchen wir die überhaupt? Man kann sowas ja nicht erzwingen...

Mattias

Administrator

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4

22.01.2019, 08:28

Alte Diskussion, neuer Aufmerksamkeitserhascher!

Der Autor ist sich ja nicht mal zu schade, für das bisschen Aufmerksamkeit eine alte Suppe aufzuwärmen. Allerdings schafft man im GA halt nicht die Reichweite, die ein nahezu identischer Kommentar, nur viel ausfürhlicher und besser geschrieben, in der Zeit hat. Aber die Nationalmannschaft ist ja wieder erfolgreich, da kann man dann sogar wieder das Thema mit den Vornamen aufgreifen. Wie peinlich ist das denn bitte? Journalismus? Oh je!

Hier der alte Artikel:

Die Zeit

Hier unsere damalige Diskussion diesbezüglich:

Forum

Und abschließend nocht die Reaktion in der Zeit nach massiver Kritik an dem Ausgangskommentar:

Die Zeit

Einfach nur peinlich vom GA und Herrn auf der Heide!

5

22.01.2019, 08:30

Und überhaupt: was möchte uns der Kommentar sagen? Das wir mehr Intergration im Handball brauchen? Brauchen wir die überhaupt? Man kann sowas ja nicht erzwingen...

Dann stelle ich die Kernfragen mal andersrum: Haben wir im Handball überhaupt nennenswert Integration von Kindern und Jugendlichen "mit Migrationshintergrund"? Sind für diese Jugendlichen die Türen in Handballvereinen weit (genug) offen und die Hände (!) des Willkommens zahlreich (genug) gereicht?

Nein, ich erwarte darauf keine eindeutige Antworten, schon gar nicht vom HVM. Aber jeder Verein sollte diese Fragen für sich stellen, gemäß der biblischen Wendung des Balkens im eigenen Auge. Schließlich kann es eine Win-Win-Situation für ein erfolgshungriges Kind mit dem Wunsch auf Anerkennung seiner Leistungen und für die sportlichen Ziele eines Vereins sein - auch wenn es (anfangs) für den Verein ein Mehr an Betreuung und Engagement bedeutet.

Wer genauer hinschaut, sieht, dass es im HVM (und HVN) einige wenige Vereine gibt, denen eine solche Integration gelingt. Flächendeckend wäre aber ganz anders.
Make something idiot proof and nature will create a better idiot! :1311:

Klein_Schumi

Oberliga-Spieler

6

22.01.2019, 11:59

@MagnumAC:
Ist es denn wirklich das Problem, dass die Vereine die Arme nicht weit (genug) öffnen?
Oder liegt es einfach daran, dass der Zulauf gar nicht da ist?

Das ist eben die gleiche Frage wie die nach der Henne und dem Ei ;-)

Sus

Landesliga-Spieler

Beiträge: 116

Wohnort: Köln

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7

22.01.2019, 21:02

Und wieder jemand, der in eine Hauptstadt eines anderen Landes fliegt, dort 10 Minuten verweilt und dann der Meinung ist, das ganze Land oder vielleicht sogar den ganzen Kontinent zu kennen.
Ist schon echt traurig, diese Art von Journalismus. Keinerlei Recherche, sondern nur der Überblick anhand von Namen. Und dann auch noch von jemanden, der schon seit 35 Jahren in diesem Beruf ist. Aber das verwundert mich nicht. Redaktionelle Leistungen sind schon seit Jahren im Sinkflug. Entweder es wird nicht recherchiert oder aber man kopiert Artikel einfach nur noch (inklusive aller Rechtschreibfehler).

Um die Fakten mal etwas gerade zu rücken: einige der "Migrationshintergründe" aus anderen Ländern lassen sich oft sehr leicht erklären. In Südamerika mit den deutschen Namen sind es z.B. oft auch Nachfahren von geflüchteten Nazis, in Frankreich ist es mit Menschen aus anderen Ländern auch eine ganz andere Sache, weil sie viel Länger als Deutschland im Kolonialismus involviert waren (in Deutschland endete das mit der Niederlage im 1. WK), und viele Länder haben sich ihre Mitspieler auch einfach nur gekauft, wie man in jüngerer Vergangenheit ja sehr deutlich in Katar sehen konnte. Aber diese Fakten werden in diesem Artikel natürlich überhaupt nicht berücksichtigt.

Es gibt sehr wohl Ausländer in Deutschland, die hier Handball spielen. Das war vor über 30 Jahren schon so in meinem alten Verein, wo ich in der Jugend neben Türken, Griechen, Koreanern, Russen, Russland-Deutschen und Polen gespielt und welche ich später auch trainiert habe. Einer von denen war später in der Bundesliga und auch in der Jugendnationalmannschaft seines Landes zu finden. In meinem jetzigen Verein (mit doch einigen Senioren- und Jugendmannschaften) fanden (und finden) sich ebenso Menschen mit Hintergründen aus der Türkei, Spanien, Chile, Japan, Korea, Argentinien, Irak und wer weiß noch wie vielen weiteren Ländern.

Vielleicht sollte Herr auf der Heide mal DIESE Vereine besuchen, als mit der Nationalmannschaft herumzuhängen und dann aufgrund des Sichtens derer Spielernamen zu sagen, dass das auf ganz Handballdeutschland zutrifft.
Aber da erwarte ich wohl zu viel. Diese Art von Recherche wäre nämlich zu viel Arbeit...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Sus« (22.01.2019, 21:08)


Rued

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8

24.01.2019, 13:11

Etwas Off-Topic, aber weitere Gedanken im Vergleich Handball-Fußball, in diesem Fall nicht auf Basis von Integrationsfragen.....

Eine Kolumne aus der Frankfurter Rundschau

Teil einer Massenbewegung
Wenn nicht JETZT, wann dann? Wenn nicht HIER, sag mir wo und wann! Wenn nicht WIR, wer sonst?

Rued

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9

25.01.2019, 11:08

Kölner Stadt-Anzeiger vom 25.01.2019:

Deutschland im Handballrausch aber ist der Boom von Dauer?

Zitat

Wichtig sei nun, dass die Kurve sich langfristig nach oben entwickele, sagt Schober. Man müsse die Hallen-Infrastruktur verbessern, Trainer gezielt ausbilden und auch Kinder mit Migrationshintergrund gewinnen, die sich bisher eher im Fußball tummeln.
Wenn nicht JETZT, wann dann? Wenn nicht HIER, sag mir wo und wann! Wenn nicht WIR, wer sonst?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Rued« (25.01.2019, 11:10)


Rued

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10

25.01.2019, 13:00

Kolumne

Wenn nicht JETZT, wann dann? Wenn nicht HIER, sag mir wo und wann! Wenn nicht WIR, wer sonst?

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26.01.2019, 10:54

RE: Kolumne



Guter Artikel!
Die eigentliche Frage ist doch, ob sich der Handball gegenüber Migranten verschließt?
Und dies ist mit Sicherheit nicht der Fall!
So offen, fair und mit Teamgeist versehen, wie die Öffentlichkeit den Handball gerade erlebt, ist er auch offen für alle Menschen!

Dies habe ich in über 40 Jahren Handball immer erlebt!
Die Medien sollten sich auch einmal mit der Basis unserer Sport beschäftigen und berichten, welch tolle Arbeit in den Vereinen geleistet wird. Dies zumeist im Ehrenamt oder zumindest nur geringen Aufwandsentschädigungen.
Wie sehr mussten die Handballer und die anderen Hallensportarten verzichten und sich einschränken, als viele Hallen für Flüchtlinge genutzt werden mussten. Auch in dieser Zeit waren die Sportler offen und haben noch unterstützt!

Jetzt ist mit dem tollen Erfolg unserer Jungs und dem sympathischen Gesicht, das der Handball zeigt der richtige und wichtige Zeitpunkt den Moment für den Handball zu nutzen. Ich hoffe die Verbände und Vereine sind darauf vorbereitet!?

Wenn nicht jetzt, wann dann?

Gruß
Dinoja